Psoriasis

Ursachen einer Psoriasis
Bei gesunden Menschen schützt das Immunsystem vor Krankheiten, indem es körperfremde Stoffe (z.B. Bakterien, Viren) bekämpft. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) wehren Krankheitserreger und entartete Zellen ab, indem sie – unter Freisetzung bestimmter Botenstoffe – eine Entzündungsreaktion auslösen. Diese Entzündung soll Krankheitserreger unschädlich machen. Der Psoriasis liegt eine Fehlfunktion des Immunsystems zugrunde, bei der die sogenannten T-Lymphozyten, eine Untergruppe der weißen Blutkörperchen, unkontrolliert durch entzündungsfördernde Botenstoffe aktiviert werden. Dies verursacht eine chronische Entzündung und die für die Psoriasis typischen Hautveränderungen.

Genetische Veranlagung
Fast die Hälfte der Psoriasis-Patienten hat Blutsverwandte, die ebenfalls betroffen sind, insbesondere bei Krankheitsbeginn im frühen Erwachsenenalter. Leidet ein Elternteil an Psoriasis, liegt die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung beim Kind bei 14%; wenn beide Elternteile betroffen sind, besteht ein ca. 40%iges Risiko für das Kind. Eine erbliche Veranlagung bedeutet aber nicht, dass die Psoriasis auch auftreten muss. Hier spielen weitere Auslösefaktoren (Trigger) eine Rolle. So können typischerweise Infekte, Stress sowie bestimmte Medikamente das erstmalige Auftreten oder die Verschlechterung einer bereits vorhandenen Schuppenflechte bewirken.