SCHÜSSLER SALZE

1 I Wie wirken Schüßler-Salze?

Um die Wirkungsweise der Mineralsalze
zu verstehen, werfen wir einen Blick auf
die Basiselemente der Organe, die Zellen.

 

 

 

Sie bestehen aus Zellmembran, Plasma, Zellkern mit DNA (Erbinformation), Mitochondrien, Golgi – Apparat, Lysosomen, Zytosol, Zytoske-
lett. Die Grundbedingung für das Leben aller Zellen und Organismen sind Licht, Wasser,Wärme, Luft bzw. Sauerstoff. Während ihrer Lebensdauer müssen die Zellen mit Treibstoff = Nahrung versorgt werden. Hierbei wird Stoff in Energie umgewandelt. Außerdem muss das Verbrauchte weggeschafft werden. All dies nennen wir Stoffwechsel. Wir unterscheiden den Anabolismus mit seinen aufbauenden und den Katabolismus mit seinen abbauenden Stoffwechselvorgängen. Katabole Vorgänge erfolgen durch Anfügen von Sauerstoff (Oxidation) = aerober Abbauprozess. Katabole Vorgänge können auch Wasserstoff abgeben, dann ergibt sich ein anaerober Abbauvorgang. Das Verbrauchte scheiden wir über Kohlensäure, Verbrennungswasser und als abgebaute Stickstoff- und Schwefelprodukte zusammen mit den verbrauchten Nährsalzen durch Lungen, Nieren, Haut, Leber und Darm
aus. Verbrauchte Stoffwechselprodukte, Schlacken und Kohlensäure werden über die Lücken zwischen den Zellen ausgeschieden, von wo aus sie über die Bluthaargefäße und zum Teil von den Lymphgefäßen aufgenommen und abtransportiert werden.
Wasser, Eiweiß, Kohlenhydrate, Fette, Nährsalze, Vitamine werden über die Schleimhäute des Magen-Darmkanals aufgenommen.

Sauerstoff wird durch die Lungen aufgenommen. Sonnenlicht nehmen wir über Gemüse und Früchte auf. Das ist ein wichtiger Punkt! In der Zelle herrscht eine Art “Energie- Happening”, ein Tanz der Energien. Energie ist die Kraft, Arbeit zu leisten und ist
Information. OHNE INFORMATION LÄUFT NICHTS.
Was immer entsteht oder zerfällt, braucht für den Prozess Informationen. Dahinter wirkt das Schöpfungsprinzip: Zuerst ist da die Idee, der Logos, die In-FORM-ation, aus der die Verwirklichung, die TAT hervorgeht.
Sofort kommt das Gesetz von Ursache und Wirkung in Gang und bestimmt die jetzige Inkarnation- die Entstehung.

 

Wo Information fließt, ist Kommunikation, wo Kommunikation ist, fügen sich die Informationen zu etwas Komplexem zusammen.
Die Komplexität bringt eine bestimmte Struktur hervor. Ob diese Struktur aufbauend oder abbauend ist, hängt davon ab, aus welchen Informationen = Energien sie sich zusammensetzt.

Nährsalze sind lebensnotwendige Informationsträger. Ihre atomar-molekulare Struktur befähigt sie, den Zellen die notwendige aufbauende Information und Energie zu geben, die sie für ein einwandfreies Funktionieren benötigen.
Die Nährsalze sind in kleinsten gelösten Mengenanteilen in den Zellen vorhanden.
Mineralsalze sind in einem elektrisch gespaltenen Zustand: Positive und negative Ionen = Teilmoleküle.
Krankmachende Reize erzeugen Mangel an Nährsalzen – es entsteht Zellhunger. Jedes biochemische Mittel muss so verdünnt sein, dass die Funktion gesunder Zellen erhalten und die vorhandene Funktionsstörung ausgeglichen werden kann.
Deshalb wirkt die kleine Dosis.

Was ist in der kleinen Dosis drin?

Zum Beispiel:
In der D6 ist 1 Millionstel Salzanteil von dem ursprünglichen 1 Gramm Mineralsalz.

In einer Tonne (1000 kg) Milchzucker ist nur 1 Gramm des Salzes enthalten.
Das Gewicht ist in der Verdünnungsform nicht von
Bedeutung.

Entscheidend ist die Teilchenlehre: 1 Ängström = 1 Zehnmillionstel Millimeter. In der D6 sind also 1 Billiarde = 1000 Billionen
(15 Nullen) Salzmoleküle! Da unser Körper aus 60 bis 70 Billionen Zellen besteht und nur ein Teil davon erkrankt ist,
entfallen bei einer D6 viele Salzmoleküle auf die entsprechenden Zellen. Zudem weisen die Salzmoleküle doppelt so viele Ionen (elektrisch geladene Teilmoleküle) auf, so dass auf jede einzelne Zelle unseres Körpers einige tausend Ionen des Salzes kommen.

Machen wir uns auch an dieser Stelle klar:

Schüßler-Salze sind potenzierte Arzneien, die hauptsächlich in der Darreichungsform der Milchzuckertabletten bekannt sind.
Ihre Information kann aber auch auf Globuli übertragen werden, wenn ein Mensch oder Tier Milchzucker nicht verträgt oder nicht verdauen kann. Deshalb hat es keinen Sinn, bei homöopathischen Mitteln aus der Zahl der Globuli einen Glaubenssatz zu
machen: “Nur 2 oder 3 sind die richtige Dosis”; oder andererseits säckeweise Schüßler-Salze zu verordnen, weil der Behandler meint, sie seien stoffliche Substitutionsmittel.

Seit der verhängnisvolle Begriff der “Klassischen” Homöopathie und mit ihr die fast militant verfochtene Ein-Mittel-Gabe eingeführt wurde, ist alles im Denken enger geworden. Nicht allein das die Schüssler Salze als weniger wert erachtet wurden, sie gerieten auch in Misskredit, weil man mehrere Mittel pro Tag nehmen kann. Gar nicht zu reden von den vielen Verboten
und Warnungen, die wie Kleister an der großen Heilkunst der Homöopathie haften und nichts als Enge und Angst bewirken. Angst und Enge haben bezeichnenderweise den gleichen
Wortstamm. Das sind alles Glaubenssätze, die die
Weiterentwicklung der Ganzheitsmedizin aufhalten und immer mehr neben der Schulmedizin eine Schulhomöopathie heranwachsen lassen.

Gibt es einen Unterschied zwischen Homöopathie und
Schüßler – Biochemie?

Der Streit um die Abgrenzung der Homöopathie von Schüßler ‘ s Biochemie ist bei genauerer Betrachtung ein Streit um des Kai-
sers Bart. Seit Samuel Hahnemann verteidigt jeder seine Erkenntnisse, entwickelt ein eigenes Lehrgebäude, eigene Vorstellungen und bewertet die Abweichungen davon als falsch. In der Heilkunde geht es aber nicht um Recht haben, sondern um Heilung des Patienten und um Heilmethoden, die sich in der Praxis bewähren und nicht von einer Einzelperson abhängig sind.

Das gilt auch für den Urheber der Schüßler- Therapie, Dr. Wilhelm Heinrich Schüßler (1821-1898).

Wann immer ich die abendländische Medizin- und Kulturgeschichte studiere, stellt sie sich wie eine beharrliche
Folge von Streithähnen dar. Jeder grenzt sich trotz seiner genialen Erkenntnisse von anderen ab; so entstehen lauter Eine Wahrheiten – ein Phänomen. Da sich die Rechthaberei so lückenlos durch die Geschichte zieht, können wir sie auch getrost
fallen lassen und unseren Freigeist aktivieren. Dann stellen sich nüchtern folgende Tatsachen
heraus: Die homöopathischen Arzneien entstehen durch Prüfung der Ursubstanz und bestimmter Potenzen am gesunden Menschen. Aus den Prüfungsergebnissen entwickelt man so genannte “Symptom- Vorbilder”, die sich zu einem “Arzneimittelbild” formieren. In der Praxis werden die Beschwerden eines Patienten geordnet und mit einem Arzneimittelbild
verglichen. Dabei entstehen viele Grade von Ähnlichkeit, die den Homöopathen animieren,
eine dem Symptombild des Patienten ähnliche Arznei zu verschreiben.
Dr. Schüßler war ein guter Homöopath, aber auch ein “Kind” seiner Zeit, des Aufbruchs in neue Forschungsgebiete. Erstmalig interessierte man sich nicht nur für das Sezieren von Leichen, um Körperfunktionen nachzuvollziehen.
Jetzt rückte die Zellbiologie dank immer besserer Mikroskope ins Zentrum der Forschung und man studierte die lebensnotwendigen Bestandteile des menschlichen Körpers. Damals war die Entdeckung der organischen und an-
organischen Nährstoffe sensationell: Organische Bestandteile sind Zucker (Kohlenhydrate), Fett und Eiweiß.

 

Anorganische Bestandteile sind Natrium, Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium – teils an Chlor, Phosphorsäure, Schwefelsäure und Fluor gebunden, Kieselsäure, Jod, Mangan, Kupfer und viele andere
Spurenelemente. Schüßler erkannte die Zelle als kleinste Lebenseinheit an. Heute wissen wir, dass die Zelle selbst wieder aus einer großen Zahl von Einzellebewesen besteht.
Die grundlegenste Erkenntnis aber war, dass die Zelle Nährstoffe braucht. So hieß es bald bei Schüßler und Zeitgenossen:

Das Wesen der Krankheit ist die pathogen veränderte Zelle (Virchow).
Gesund bleiben kann der Mensch nur, wenn er die nötigen Mineralstoffe in der erforderlichen Menge und im richtigen Verhältnis besitzt (Moleschott). Erstmalig entstand dank Rudolf Virchow (1821-1902), dem Zeitgenossen Schüßlers, der Fachbereich der “Zellularpathologie”. Die wesentliche Erkenntnis war hierbei: Man wird nicht krank, wenn nur ein paar tausend Zellen
von den insgesamt 60 Billionen erkranken. Es müssen Funktionsstörungen eintreten, die das Leben eines Organs bzw. des gesamten Organismus behindern.
Die Symptome der Krankheit sind daher nichts anderes als der Ausdruckdruck einer gestörten Funktion der krankveränderten Zellen und Zellverbände.

Samuel Hahnemann sprach von der Verstimmung der Dynamis = Lebenskraft.
Diese zeigt sich im physischen, emotionalen und mentalen
Zustand des Patienten. Ob wir das von der Zelle aus betrachten oder von den Körper-Geist- Symptomen, es geht immer um den ganzen Menschen. Nun kam noch Jakob Moleschott (1822-1893), eine der bedeutendsten deutschen Physiologen ins Spiel. Die Physiologie hieß damals noch “die Lehre von den normalen Lebensvorgängen”. Moleschott entdeckte, dass die
Gesundheit von dem Vorhandensein mineralischer Bestandteile im Körper, im Blut, in
den Zellen und im Zwischenzellraum abhängt. Auch heute könne wir feststellen: Durch Zuführung von Mineralstoffen wird die Veränderung des Mineralhaushalts in den Zellen ausgeglichen. Das führt zur Heilung. Die Substitution muss manchmal stoßtherapeutisch sogar durch isolierte Stoffe der Orthomolekularmedizin erfolgen, doch die elegantere Methode ist die Verordnung von Schüßler-Mineralsalzen.

Sie helfen nicht allein, Mangel und Überschuss auszugleichen, sie legen auch die Transportwege frei und regen zur Ausscheidung von Fremdstoffen die jeweiligen Organstysteme an. Das ist ein unschätzbarer Vorteil im Vergleich zu isolierten, orthomolekularen Vitalstoffen. Wie oft erleben wir, dass Patienten viel Kalzium, Zink oder Selen zu sich nehmen und diese
Stoffe nicht vom Körper optimal verwendet werden?! Die Schüßler-Salze dagegen sorgen dafür, dass auch die Nährstoffe über die Nahrung besser eingeregelt werden. Warum? Ein Blick auf die Schüßler- Nährstoffe und es wird klar: Sie lösen Schleimdepots und regen die verschiedenen Stoffwechselorgane, vor allem Leber, Nieren, Haut und Schleimhaut an.

Zurückkehrend zur Ausgangsfrage: Gibt es einen Unterschied zwischen Homöopathie und Schüßler-Biochemie?

Meine Ausführungen haben gezeigt, beides sind verdünnte und potenzierte Arzneien. Der Verordnungsfokus ist unterschiedlich, denn die Schüßler-Salze sind eine eigene Arzneifamilie, nämlich anorganische Mineralstoffe, die die Funktion der
Organzellen gewährleisten. Was aber ein grundlegender Irrtum in der oft zitierten “Antithese” zur Homöopathie ist, betrifft das Argument, homöopathische Mittel werden am gesunden Menschen geprüft und die Nährsalze am Kranken.
Das wäre fatal, denn wir prüfen niemals potenzierte Arzneien am Kranken und warten, dass er uns durch
seine Reaktionen ein Arzneimittelbild vermittelt.

Die Behandlungsweise mag verschieden sein, aber alle Schüßler-Salze sind genau so
wie alle anderen homöopathischen Arzneien inzwischen auf dieselbe Weise geprüft worden.
“Am Krankenbett” bedeutete, dass Schüßler, wie oben beschrieben, äußere Zeichen und sonstige. Krankheitssymptome für die Wahl eines oder mehrerer Mineralsalze nutzte und an der Heilreaktion die Bestätigung der Richtigkeit der Mittelwahl erhielt.Darin unterschied sich der Schüßler – Therapeut durchaus nicht von Homöopathen der eine ganzheitliche Anamnese erhebt, zu der auch die äußeren Symptomzeichen zählen, 1,2 oder 3 Mittel verordnet und an der Heilreaktion die
Richtigkeit seiner Verordnung erkennt. Um es noch mal auf den Punkt zu bringen:
Schüßler und seine Nachfahren haben nicht eine Arznei am Kranken im Sinne der Homöopathie geprüft. Es geht um die Feststellung von Mineralstoffmangel, der am Kranken festgestellt und mit den entsprechenden Nährsalzen behoben
wurde und wird. Was Schüßler dazu bewogen hat, als Homöopath sich gegenüber den Homöopathen abzugrenzen, weist auf die Untugend seiner Zeitgenossen hin, sich nicht um die körperlichen und erst recht nicht um die zellulären Bedürfnisse des Kranken zu kümmern. Das ist heute nicht anders. Es gibt immer noch “klassische” Homöopathen, die es für überflüssig halten,
den Körper zu untersuchen, nicht wissen, in welchen Organbereich ein Mittel hineinwirkt, was die Ursubstanz einer Arznei ist oder was die Ursache eines Symptoms ist. Auch die damals schon eingefahrene Denkweise, nur ein Mittel müsse alle Symptome abdecken, forderte Freigeister wie Schüßler heraus, eine ganzheitliche Behandlung anzustreben, da es neue
Erkenntnisse über Krankheit und Gesundheit der Zellen gab.

THERAPIE NACH SCHÜßLER Dr. Wilhelm Schüßer entdeckte vor über 150 Jahren die gesundheitsfördernde Wirkung von mehreren Mineralsalzen, die Störungen des Gleichgewichts zwischen dem inneren Niveau der Zelle und den Zellzwischenräumen ausgleichen können.

Er entdeckte im Blut und den Geweben befindliche Mineralsalze in das Zentrum seiner Therapie gestellt.

Er nennt sie Funktionsmittel, da jedes von ihnen Einfluss auf bestimmte Funktionen der Körperorgane ausüben soll.. Die Mineralien dienen dem Körper als Baustoff und bilden die mineralische Grundlage für Stoffwechsel und Körperbau. Die Salze können regulierend wirken und können helfen, diese Funktionsstoffe für die Zelle besser verwertbar zu machen. Der Gesetzgeber zählt die Schüßler-Salze zu den Homöopathika und damit zu den anerkannten besonderen Therapierichtungen.
Die geniale Erkenntnis des 19.Jahrhunderts war nicht nur , das Zellen lebendige Wesen mit Hunger, Stoffwechsel, Sterben und Neubildung sind.

Nicht nur dieses Faktische Wissen, sondern auch die Konsequenz war wegweisend. Schüßler, seine Kollegen und Nachfahren gewannen neues Wissen darüber, wodurch Nährsalze langsam oder schnell abgebaut werden. Die Frage nach dieser Ursache ist heute brandaktuell, denn wir modernen Menschen sind schneller im Mineralstoffmangel als unsere Vorfahren. Zeitlosigkeit und Atemlosigkeit verwuchsen seit dem Zeitalter der Industrialisierung zu siamesischen Zwillingen und schufen unzählige Stresskrankheiten, die man früher „Zivilisationskrankheiten“ nannte. Heute fragen wir uns, was von dem eigentlich zivilisierten Menschen noch übrig ist? Patienten kommen und sagen als erstes: „Ich habe keine Zeit für Heilungsprozesse“. „Symptom + chemisches Mittel = Symptom –Ex = Heilung“ – das ist die Formel des gestressten Zeitgenossen. Wir haben uns aber an unsere Schnelllebigkeit angepasst. Goethe, Hahnemann oder Schüßler würden auf der stelle tot umfallen, inkarnierten sie in unsere Zeit. Was unser Nervensystem leistet grenzt nicht an Wunderbares, es ist voller Wunder.

Es ist ernorm was wir im Alltag alles unter einen Hut bringen, wie multifunktional wir sind, was wir alles aushalten und dennoch 20 Jahre länger leben als im 19.Jahrhundert. Selbsterklärend ruft dies auch viele Disharmonien und Krankheiten auf den Plan. Aber es gilt natürlich auch, unsere Fähigkeit der Anpassung und der Lösung selbst erschaffener Probleme zu würdigen.
Also halten wir fest: 1. Stress verbraucht Nährstoffe Solange über die gesunde Ernährung, Bewegung an Licht, Luft und Sonne, gute Atmung und ein frohes Gemüt die Depots in den Zellen wieder auffüllen, besteht keine Notwendigkeit für irgendeine Arznei. Hungern die Zellen jedoch, stellen sich Müdigkeit, Erschöpfung und Funktionsstörungen im Organismus ein. Menschen nehmen isolierte Stoffe zu sich – Vitamine, Mineralstoffmittel, Aminosäuren, Spurenelemente, Zink und Eisenpräparate. Doch genau hier liegt die besondere Bedeutung der Schüßlersalze.

Nehmen wir als Beispiel :

Knochenaufbau und Knochenbildung: Voraussetzung dafür, dass die Kalkbestandteile der Nahrung auf dem Wege über die Blutbahn in die Zwischenzellflüssigkeit gelangen und weiterhin zur Ernährung der Knochen Verwendung finden können, ist aber, dass der Nährboden der Knochen, die Zwischenzellflüssigkeit und die knochenbildenden Zellen genügend phosphorsauren Kalk enthalten. Ist in diesem „Nährboden“ ein Mangel an phosphorsaurem Kalk entstanden, dann kann auch der mit der Nahrung zugeführte Kalk seinen Bestimmungsort nicht erreichen. Er kann nicht zum Knochenaufbau Verwendung finden. Die Folge davon ist: Der Kalk wird mit dem Harn oder Stuhlgang ausgeschieden…. . Wenn nun das winzige Manko an phosphorsaurem Kalk, durch das eine Störung der Molekularbewegung in der Zelle, also eine „Funktionsstörung“, eingetreten ist, durch Zuführung eines ebenso winzigen Teilchens cal.phos. wieder ausgeglichen wird, die „Bewegungsstörung“ innerhalb der Zelle behoben, die Zelle „funktioniert“ wieder, sie ist wieder imstande, die aus der Nahrung durch den Blutstrom an sie herangetragene Kalkbestandteile wieder aufzunehmen und zum Knochenbau direkt zu verwenden……

Der Gebrauch irgendwelcher sogenannter „…Kalkpräparate…“ sind nur dann besonders erfolgsversprechend, wenn gleichzeitig calc.phos. in biochemischer Verdünnung ( D6) verordnet wird. Denn die Resorbierbarkeit ( „ Aufnehmbarkeit“) aller solcher Kalkpräparate hängt davon ab, dass zuvor das in den Zellen und in deren Nährböden ( Zwischenzellräumen) bestehende Manko an winzigen Molekülen des phosphorsauren Kalks ausgeglichen wird. Es gibt 12 Funktionsmittel und inzwischen 15 Ergänzungsmittel, die eine Unterversorgung im menschlichen Organismus ausgleichen können.
Kirchmann, Biochemie Lexikon

Außer Stress gibt es noch weitere Ursachen für Mineralstoffmangel ,lange Krankheit ,Schwangerschaft ,Das Alter, Entwässerungsmittel
Abführmittel ( hier hochgradiger Kaliummangel)
Kaffe, Cola, schwarzer Tee ( führen zur vermehrten Ausscheidung von Wasser und Salz )

Es gibt 12 Funktionsmittel und inzwischen 15 Ergänzungsmittel, die eine Unterversorgung im menschlichen Organismus ausgleichen können.